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Wie entsteht Armut?

Wenn die Frage aufkommt, wie Armut entsteht, können unterschiedliche Ursachen herangezogen werden. Unterteilt werden diese in gesellschaftliche, politische und ökonomische Rahmenbedingungen. Diese können dazu führen, dass Menschen von Armut betroffen sind. Auch in der Coronapandemie[1] kam es zur Einführung von Kurzarbeit, temporären Arbeitsverhältnissen oder aber auch fehlende und teure Kinderbetreuungsplätze können dazu führen, dass Armut eintritt.

Wer ist gefährdet?

Statistiken zeigen, dass Personen mit einem geringeren Einkommen und auch Familien mit mehr als zwei Kindern sowie Alleinerziehende schnell in die Armut fallen können. Oftmals liegt es daran, dass sie bereits nicht ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Das Gehalt ist zu gering, die Betreuungskosten zu hoch und sie müssen trotzdem Leistungen vom Amt beziehen. Aber auch Menschen mit Migrationshintergrund, die aufgrund ihrer Herkunft in verschiedene Hinsicht diskriminiert werden können so in Armut geraten.[2]

Ist Armut vererbbar?

Leider ist die Antwort ja. Nachweislich zeigt sich, dass Kinder aus armen Familien auch als Erwachsener häufig in Armut betroffen sind. Sie haben oftmals schlechtere Startbedingungen, sodass auch ihr späteres berufliches Umfeld nicht verbessert werden kann.

Entstehung von Armut – der ewige Kreislauf

Schneller als man denkt, kann es zur Armut kommen. Der Job wird gekündigt, man kann die Miete nicht mehr zahlen und schon kann es passieren, dass man in Armut lebt. Insbesondere dann, wenn noch andere Faktoren eine Rolle spielen, wie beispielsweise aufgrund von Krankheit geht die Abwärtsspirale schnell nach unten. Armut ist ein Teufelskreis, denn es ist schwer, diesen durchzubrechen. Ebenfalls heißt es, dass bestimmte Personen schneller von Armut betroffen sind als andere. Das bedeutet, Menschen, die ein sehr tiefes Einkommen erzählen (working pour)[2], keine oder nur ungenügend Arbeiten finden und gleichzeitig oder auch alleinerziehend sind, können von Armut betroffen sein. Besitzen sie keine entsprechende Ausbildung, kann es zudem schwierig sein, die passende Arbeit auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Sie müssen dann den Haushalt alleine finanzieren oder aber aufgrund hoher Ausgaben wie Steuern, Miete, Krankenkassen und anderen sich hoch verschulden, was wiederum dazu führen kann, dass Insolvenz ansteht und man alles verlieren kann. Aber auch Krankheit oder Invalidität können dazu führen, in Armut zu gelangen.

Die Faktoren von Armut

Wie bereits erwähnt, gibt es unterschiedliche Gründe, warum Armut entstehen kann. Weiter oben wurde bereits mitgeteilt, dass es ökonomische, politische und gesellschaftliche Gründe[3] gibt, wodurch Armut entstehen kann. Diese sollen nun einmal genauer betrachtet werden:

  • Ökonomische Gründe: Hierunter fallen Wirtschaftskrisen, die schnell zur Armut führen können, unter anderem dann, wenn Firmen pleitegehen und die Menschen ihre Jobs verlieren. Ebenso kann Kurzarbeit oder Frühverrentung zur Armut führen. 
  • Politische Gründe: Diese liegen immer dann vor, wenn das Land ein instabiles politisches System aufweist und Menschen gezwungen werden, das Land zu verlassen. Gleichzusetzen ist dies aber auch mit einem schlechten Bildungssystem. 
  • Gesellschaftliche Gründe: Hier kann es schnell zur Armut führen, wenn man in der Gesellschaft nicht akzeptiert wird. Gründe hierfür können die Herkunft oder auch das Geschlecht sein. Auch diese Diskriminierung kann zur Armut führen.

[1] www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus

[2] www.caritas.ch/de/was-wir-sagen/zahlen-und-fakten/armut-in-der-schweiz/ursachen-der-armut.html

[3] www.t-online.de/finanzen/news/unternehmen-verbraucher/id_89806922/armut-was-bedeutet-das-definition-folgen-vermeidung.html

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