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Was ist das Artensterben?

Der Begriff Artensterben ist in der Gesellschaft stark geprägt. Vor allem durch Unglauben darüber, dass eine Tierart einfach nicht mehr existieren kann. Der Mensch selbst hat einen starken Einfluss darauf, ob eine Art überlebt.

Was versteht man unter Artensterben?

Das Artensterben beschreibt das Verschwinden ganzer Tier- oder Pflanzenarten. Damit in Verbindung gebracht wird das Eingreifen des Menschen in den Lebensraum der Tiere, wodurch es zu diesem enormen Verlust an Artenvielfalt kommt. Zusätzlich hat die Zerstörung der Umwelt einen Einfluss auf das Artensterben.

Seit 1600 wurden 484 Tier- und 654 Pflanzenarten registriert, die vom Aussterben bedroht sind.

Das aktuell gegenwärtige Artensterben kann nur geschätzt werden. Jedoch geht man davon aus, dass die Entwicklung rasant zunimmt.[1] Grund dafür ist die rapide Vernichtung der Regenwälder, in denen eine enorme Biodiversität herrscht.

Die durch den Menschen verursachten Aussterberaten betragen laut Hochrechnungen mehr als das 10.000-Fache der natürlichen, erdgeschichtlichen Aussterberate, je nach Tiergruppe und Pflanzenart.[1]

Welche Tiere- und Pflanzen gerade vom Aussterben bedroht sind, das kann man anhand der Roten Liste ersehen. Mehr dazu findest du hier.

Was verursacht das Artensterben?

Das Artensterben wird durch unterschiedliche Ursachen vorangetrieben. Der Mensch ist ein enormer Faktor dabei. Er vernichtet Lebensräume und sorgt dafür, dass die Umwelt Schaden erfährt. Das Artensterben wird allerdings auch durch das enorme Tempo der zunehmenden globalen Erderwärmung vorangetrieben. Tiere und auch Pflanzen bekommen nicht die Möglichkeit, sich den steigenden Temperaturen und dem Klimawandel anzupassen.

Die Lebensräume werden durch die globale Erderwärmung entweder zu stark verändert oder ganz zerstört.[2] Ein weiterer Hauptgrund für das Artensterben ist die industrielle Landwirtschaft. Sie vergiftet mit dem Einsatz von Pestiziden und anderen Pflanzenschutzmitteln die Felder und zeitgleich den Lebensraum vieler Tiere. Zeitgleich verlieren auch Pflanzen in der Umgebung ihren Lebensraum, weil sich der Stickstoffgehalt im Erdboden verändert.[3]

Auch die Ordnung des Menschen hat einen Einfluss auf die Umwelt und das Tier- und Pflanzenreich. In vielen Städten sind pflegeleichte Gärten gewünscht. Pflanzenarme Steingärten werden bevorzugt. Diese moderne Art der Gartengestaltung bietet leider keinen Platz für die Artenvielfalt, wodurch Insekten und Pflanzen verschwinden.

Die Belastung der Meere durch Übersäuerung, Abfall und Überfischung sorgt dafür, dass der Lebensraum Meer sich verändert. Meeresbewohnern wird der Lebensraum genommen oder die Nahrungsquelle.

Schlussendlich spielt auch das Thema Wilderei eine Rolle. Durch die Jagd und die illegale Wilderei werden sehr viele Tierarten ausgerottet.[3]

Welche Folgen hat das Artensterben für den Menschen?

Werden ganze Arten ausgerottet, ist das meist nicht mehr umkehrbar. Tierarten und auch Pflanzen verschwinden einfach. Das wiederum bedeutet ein unkalkulierbares Risiko für das ganze Ökosystem. Was dabei sehr oft vergessen wird: Der Mensch steht nicht über dem Ökosystem, sondern ist ein Teil dessen. Wird das hochkomplexe Zusammenspiel von Flora und Fauna gestört, nimmt sich der Mensch die Nahrungsquelle.

Etwas übertrieben gesagt: Durch das Artensterben wird der Mensch selber zu einer bedrohten Art. Warum? Durch das Verschwinden vieler Arten nehmen wir uns selber die Nahrungsquelle. Das beste Beispiel sind die Insektenpopulationen, die seit Jahren zurückgehen. Ohne Insekten wird es keine Bestäubung der Pflanzen geben, also auch keine Vermehrung.[2]


[1] www.spektrum.de/lexikon/biologie/artensterben/5204

[2] www.otto.de/reblog/artensterben-ursachen-fakten-35305/

[3] www.careelite.de/artensterben/#ursachen

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