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Klimafaktor Fleisch: Wie stark belastet die Massentierhaltung das Klima?

Spricht man vom Klima, dann fallen vielen Verbrauchern direkt die Worte Klimakrise und Klimawandel ein. Auch der Begriff CO2 Abdruck ist mitunter in den Gedächtnissen verankert. Wer seinen CO2 Fußabdruck gerne verbessern würde, kann beispielsweise mit seinem Fleischkonsum beginnen. Denn die Massentierhaltung ist nicht nur für unsere Tiere eine Zumutung, sondern auch für das Klima.[1]

Was hat Fleisch mit Klimawandel zu tun?

Wer an den Klimawandel denkt, der hat sofort Flugzeuge, Kreuzfahrtschiffe, Stadtverkehr und LKWs im Gedächtnis. Natürlich beeinflusst die Nutzung dieser Fahrzeuge den Klimawandel. Dabei soll die Massentierhaltung der größte CO2 Treiber sein. Die Zahlen und Statistiken dazu stammen nicht einfach aus dem Internet, sondern von der Landwirtschaftsorganisation FAO der UN, der Vereinten Nationen. Die Experten haben ausgerechnet, dass rund 14,5 % der weltweit durch den Menschen verursachten Treibhausgase durch die Massentierhaltung kommen.[2]

Betrachten wir das genauer:

Klimafaktor Tierhaltung: Die Haltung der Tiere hat schon einen Einfluss auf die Klimakrise. Menschen und auch Tiere stoßen klimaschädliche Gase aus. Bei diesem Fakt darf man an das Treibhausgas Methan denken, welches vor allem im Verdauungstrakt entsteht. Einen erhöhten Methanausstoß haben vor allem Wiederkäuer, also Kühe. Ganz grob gerechnet lässt sich feststellen, dass eine Kuh rund 200 Liter Methan am Tag produziert. Auf der Welt werden aktuell 1,5 Milliarden Kühe gehalten.

1,5 Milliarden Kühe x 200 Liter Methan = 300 Milliarden Liter Methan pro Tag.

Die Masse, in der Rinder gehalten werden, stellt also ein Problem für das Klima dar.

Futtermittel: Kommen wir zu den Futtermitteln, denn auch das kann ein Klimakiller sein. Die meisten deutschen Bauern verfüttern am liebsten Soja. Im Grunde ist Soja als Futtermittel wirklich praktisch. Es ist energiereich, gesund und billig. Jedoch wächst es in Deutschland nicht. Rund 80 % des Soja, welches zur Fütterung genutzt wird, stammt aus Südamerika. Es wird also importiert, wodurch wiederum CO2 ausgestoßen wird. Warum verfüttern Bauern nicht etwas anderes? Oder bringen die Kühe auf die Weiden? Weil der Soja-Importe zollfrei sind und somit enorm günstig.

Gülle: Die Hinterlassenschaften der Tiere sind bis 2020 auf die Fender gelangt. Wer also ländlich lebte, kennt den Geruch. Die neue Gülleverordnung untersagt den Bauern die vermehrte Düngung mit Gülle. Diese kann auf Dauer Böden und Grundwasser verunreinigen. Jedoch wird in Deutschland sehr viel Gülle produziert, weil wir eben eine enorm große Landwirtschaft besitzen. Nun wird das Produkt tatsächlich gehandelt und in Massen mit Lastwagen transportiert. Vor allem zwischen Deutschland und Holland. Der Transport ist aber wiederum klimaschädlich.

Tiertransporte: Auch das ist ein Thema. Abgesehen davon, dass diese Transporte ein eigenes Thema sind, was die Tierhaltung angeht, erzeugt auch das wiederum Treibhausgase. Denn die Tiere werden teilweise durch die ganze Republik gefahren. Leider ist es auch üblich, dass die Tiere nicht nur einmal in ihrem Leben transportiert werden. Dazugerechnet werden darf der Export der Tiere. Diese legen also in ihrem Leben einige Kilometer zurück.[3]

Zusammenfassend kann man also sagen, dass die Massentierhaltung ein enormer Klimakiller ist und zudem die Tiere dabei nicht artgerecht gehalten werden. Durch den Verzicht auf Fleisch kann man viel bewirken, was den Schutz des Klimas zur Folge hat. Wer wissen möchte, welche Alternativen es zum Fleischkonsum gibt, kann das hier nachlesen.


[1] albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/tierprodukte-befeuern-globale-erwaermung

[2-3] klima-arena.de/die-klima-arena/klimaneutral/klimafaktor-fleisch/

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