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Was versteht man unter Überbevölkerung?

Das Wort Überbevölkerung fällt öfter mal in den Medien oder auch in Gesprächen. Gerne wird es als wirtschaftliches Problem dargestellt. Aber was versteht man genau unter Überbevölkerung? Wie kommt sie zustande? Einige Wissenschaftler und Politiker haben dazu eine ganz klare Meinung. Eine Überbevölkerung des Planeten kann Folgen haben.

Was bedeutet Überbevölkerung?[1]

Der Begriff Überbevölkerung ist nicht zu verwechseln mit Weltbevölkerung. Letzteres beschreibt nur die Anzahl der Menschen auf dem Planeten. Im Jahr 2018 lag die Weltbevölkerung bei etwa 7,633 Milliarden Menschen. Ist die Anzahl der Menschen für das ökologische System größer, als der Lebensraum es zulässt, spricht man von Überbevölkerung. Dies wird nach Land oder Region festgesetzt. Ein Land kann in Vergleich zu Nachbarländern stark oder weniger stark bevölkert sein. Man kann aber auch ermitteln, ob der Planet Erde überbevölkert ist. Das ist von verschiedenen Faktoren abhängig und wird mit dem 4-Phasen-Modell des demografischen Übergangs definiert.

Das 4-Phasen-Modell definiert Überbevölkerung

Mit dem 4-Phasen-Modell des demografischen Übergangs kann ermittelt werden, in welcher Phase ein Land steckt und wie hoch die Bevölkerungsdichte ist. Die Phasen können wechseln. Deutschland beispielsweise befindet sich aktuell in der vierten Phase.[1] China ist das Land mit den meisten Einwohnern. Von Anfang der 1920er Jahre wurde dort per Gesetz die Ein-Kind-Politik verankert. Paare durften aufgrund der Überbevölkerung nur ein Kind bekommen. Im Herbst 2015 wurde diese Art der Maßnahme offiziell beendet. Nun darf in China ein Paar zwei Kinder bekommen.[2]

  1. Phase: Stagnierende Bevölkerung: hohe Geburtsraten bei gleichzeitig hoher Sterberate aufgrund mangelnder Versorgung, Nahrung und Hygiene
  2. Phase: Bevölkerung explodiert: Verbesserte Lebensbedingungen und wirtschaftlicher Fortschritt sorgen für viele Geburten und weniger Tote in einem kurzen Zeitraum durch längeres Leben.
  3. Phase: Bevölkerungsabnahme: Verschlechtern sich die Lebensbedingungen eines Landes steigt die Sterberate. Gleichzeitig verringert sich die Geburtenrate. Es werden weniger Menschen geboren.
  4. Phase: Stabilisierung der Bevölkerung: Sterbe- und Geburtenrate bleiben auf gleich hohem Niveau und verändern sich kaum. Deshalb bleibt die Bevölkerungsdichte etwa gleich.[1]

Folgen der Überbevölkerung[3]

Überbevölkerung kann globale Folgen verursachen. Einige Wissenschaftler und Politiker machen die Überbevölkerung für Hunger, Armut und anderen klimaschädlichen Umständen verantwortlich. Wassermangel und Abholzen der Wälder sind nur zwei Beispiele, die in Zusammenhang mit der Überbevölkerung der Erde stehen. Viele Menschen brauchen viel Platz, mehr Nahrungsmittel und lebenswichtige Versorgung. So werden ganze Hektar Wald vernichtet, damit Wohnraum oder Agrarfläche entstehen können. Die Ressourcen der Erde werden zum Gold des Planeten. Pro Woche steigt die Weltbevölkerung um etwa 1,5 Mio. Menschen.


[1] www.careelite.de/ueberbevoelkerung

[2] de.wikipedia.org/wiki/Überbevölkerung#Volksrepublik_China

[3] de.wikipedia.org/wiki/Überbevölkerung#Problematik

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