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Richtig Kompostieren

Hobbygärtnern ist schon was Tolles. Dabei kommt man am Komposthaufen nicht vorbei. Wer mit dem Gärtnern beginnt, stellt sich die Frage, wie man richtig kompostiert und was dafür alles nötig ist. Kompost wird Bioabfall und somit zu einem wertvollen Rohstoff im Garten. Mit Hilfe der Natur kann man Beete mit Kompost nährstoffreich auffüllen, damit die nächste Ernte reich ausfällt.

Alles wird zu Erde, auch die Bananenschale

Es ist ein faszinierender Prozess, wenn Bioabfall und Lebensmittel wie Bananen- oder Kartoffelschalen sich zu Humus auflösen. Durch die Kompostierung werden organische Bestandteile von Kleinsttieren und Mikroorganismen zersetzt. Das nennt man Verrottung. Dies ist ein natürlicher Prozess. Der Kompost ist in mehreren Schichten aufgebaut. Während obendrauf der Bioabfall liegt, spielt sich in der unteren Etage des Komposthaufens die Hauptrotte ab. Pilze und Wärme sorgen für die Zersetzung. Darunter liegt der Frischkompost, welcher aus Teilen der zersetzen Stoffe und aus Erde besteht. Darunter folgt eine Schicht der sogenannten „Nachrotte“, in der die Moleküle sich neu zusammensetzen, die typisch für den späteren Kompost sind.[1]

Fertig ist der Kompost

Nach etwa fünf Monaten sind so weit alle Nährstoffe und Moleküle so zersetzt, dass man vom fertigen Kompost sprechen kann. Die meisten Gärtner warten jedoch, bis der Reifekompost nach zwei bis drei Jahren erreicht ist und düngen ihren Garten damit. Wem der Fertigkompost genügt, kann auch nach einem halben Jahr den Kompost entnehmen und damit seine Gartenerde düngen.

Tipp: Der Komposthaufen sollte nicht zu nass werden, denn das kann dazu führen, dass die Bestandteile nicht ordentlich verrotten können. An besonders heißen Tagen, kann man seinen Komposthaufen aber durchaus gießen. Das hält die benötigten Mikroorganismen bei Laune.

Achtung: Riecht der Komposthaufen muffig, dann ist zu viel Feuchtigkeit zu finden. Sammeln sich hingegen Ameisen am Haufen, dann ist er zu trocken.

Was kommt auf den Kompost?

In den Kompost gehören Kleinteile. Geholzte Reste, wie Zweige und Äste, sollten so klein wie möglich gemacht werden. Das klappt am besten mit einem Häcksler und erleichtert den Verrottungsprozess. Äste, von etwa zehn Zentimeter Länge, sind in aber auch Ordnung. In den Kompost gehören alle Küchen- und Gartenabfälle, die frei von Schadstoffen sind. Erkrankte Pflanzen oder Teile von ihnen, sollten nicht auf dem Kompost landen. Eine ausgewogene Mischung ist wichtig, damit am Ende die Komposterde für das Düngen geeignet ist. Rasenschnitt, Gemüse, Obst, Grünschnitt oder Getrocknetes kann ebenfalls verwertet werden.

Tipp: durch das richtige Schichten der Kompostzutaten gelangt man schneller zum Erfolg. Der Komposthaufen sollte kein wildes Durcheinander sein.  Wir empfehlen das Schichten von trockenen Holzhäcksel oder Staudenreste und feuchten Grasschnitt oder Obstschalen.

Der richtige Standort für den Kompost

Um guten Kompost zu erhalten, ist der Standort wichtig. Er sollte im Halbschatten liegen. Bei zu viel Sonneneinstrahlung trocknet er schnell aus. Zu viel Nässe mag er auch nicht, weshalb ein Regenschutz angebracht wäre. Es sollte darauf geachtet werden, dass kleinere Tiere, wie Regenwürmer und Co. durch die Erde in den Kompost gelangen können. Um den Kompost vor Mäusen zu schützen, ist ein Gitter praktisch, das im Boden eingearbeitet ist, ähnlich wie bei einem Hochbeet mit offenem Boden. Damit alles gut verrottet, sollte etwa zweimal im Jahr der Kompost umgegraben werden. Manchmal ist ein Standortwechsel sinnvoll.[2]


[1] www.plantura.garden/gartenpraxis/kompost/richtig-kompostieren

[2] www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/nutzgaerten/richtig-kompostieren-38304

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