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Was gehört in den Biomüll – wir klären auf

Biomüll getrennt zu sammeln und zu verwerten, ist aus Umweltgründen sinnvoll. Und obwohl es die Biotonne schon so viele Jahre in Deutschland gibt, werden die Regeln der Mülltrennung immer noch nicht beachtet. Wir klären auf, was wirklich in die Biotonne darf und was besser nicht in ihr entsorgt werden sollte.

Das Wichtigste in Kürze:

  • In Deutschland gibt es keine genaue Regelung, was in die Biotonne kommt. Das Regeln, die Kommunen vor Ort.
  • Plastikmüll stellt ein großes Problem bei der Verwertung des Biomülls dar.
  • Kompostierbares Bio-Plastik darf nur dann in die Biotonne, wenn die Kommunen das erlauben.
Was gehört in den Biomüll?
Biomüll ist ein heikles Thema, denn Kommunen bestimmen selbst, was in der Biotonne entsorgt werden darf. Keine allgemeinen Regelungen für Verbraucher.

Das Kreislaufwirtschaftsgesetz regelt die Trennung des Biomülls

Muss der Biomüll von anderen Müllarten wie dem Restmüll getrennt werden? Diese Frage lässt sich recht leicht beantworten: Ja! Das Kreislaufwirtschaftsgesetz legt im § 11 fest, dass der Biomüll in Deutschland zu trennen ist. Bundesweit geregelt ist die Behandlung des Biomülls durch die Bioabfallverordnung. Wie der Abfall vor Ort verwertet wird, das bestimmen die Kommunen eigenständig und ist in der kommunalen Abfallsatzung zu erfassen. Ziel dieser Regelungen ist es, denn Bioabfall möglichst sortenrein zu sammeln und hochwertig zu verwerten.[1]

Unter einer hochwertigen Biomülltrennung versteht man, dass der Abfall anschließend zu Humus kompostiert wird oder in einer Biogasanlage vergoren wird.

Was gehört in den Biomüll?

Generell gilt in allen Bundesländern, dass pflanzliche Küchenabfälle sowie Gartenabfälle in den Bioabfall gehören. Hier gibt es allerdings schon die ersten Ausnahmen: Öle, Fette, dicke Hölzer dürfen nicht in den biologisch abbaubaren Müll.

Tipp: Dickere Hölzer können bei den Kommunen in der Grünschnittannahme abgegeben werden.

Was genau in den Bioabfall darf, das kann man bei der eigenen Kommune erfragen. Es gibt Regionen, die auch Speisefette in der Biotonne zulassen. Welche Abfälle genau in die Biotonne gehören, das hängt auch immer, wie der Abfall weiterverwertet wird.  Auf der Webseite des jeweiligen Entsorgers kann man sich seine Informationen unkompliziert einholen.[1]

Was darf nicht in die Biomülltonne?

Was darf nicht in den biologischen Abfall? Diese Frage kann sicherlich jeder Verbraucher fast zuverlässig beantworten. Plastik findet sich in vielen Biotonnen wieder, wobei dieser dort nichts verloren hat. Wie kommt das Plastik in die Biotonne? Durch Unachtsamkeit des Verbrauchers. Oft in Verwendung sind Plastik-Mülltüten , die nicht biologisch abbaubar sind. Alternativen zu den Plastikmülltüten sind Papiertüten, da diese kompostierbar sind. In den Biomüll gelangen jedoch auch Verpackungen von Lebensmitteln.

Außerdem gehört weder Katzenstreu noch Hygieneartikel in den Müll. Als Faustregel gilt: Alles, was nicht verrottet, gehört nicht in den Biomüll. Wer selbst kompostieren möchte, kann in unserem Ratgeber dazu die passenden Informationen erhalten.


[1] www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/abfall/biomuell-was-gehoert-in-die-biotonne-und-was-nicht-42521

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