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Was ist ein Sturm?

Taifun, Orkan oder Tornado-Stürme können ganz unterschiedlich bezeichnet werden. Eines haben Stürme jedoch gemeinsam, sie können enorme Schäden hinterlassen.

Bei einer Windgeschwindigkeit von mehr als 74 km/h spricht man von einem Sturm.

Ein Sturm, auch als Sturmtief bekannt, ist ein Tiefdruckgebiet, welches mit sehr niedrigem Kerndruck und mit hohen Windgeschwindigkeiten verbunden ist. Damit man von einem Sturm sprechen kann muss eine gewisse Windgeschwindigkeit vorhanden sein. Die Windgeschwindigkeit wird mit der Beaufortskala gemessen und eingeteilt.[1]

Von einem schweren Sturm spricht man ab einer Windgeschwindigkeit von 89 km/h.

Beaufortskala im Detail:

0Windstille
1leiser Zug
2leichte Brise
3schwache Brise
4mäßige Brise
5frische Brise
6starker Wind
7steifer Wind
8stürmischer Wind
9Sturm
10schwerer Sturm
11orkanartiger Sturm
12Orkan

Ab wann gibt es eine Sturmwarnung?

Meteorologische Dienste und Behörden geben in der Regel Sturmwarnungen für drohende Windstärken über 8 Beaufort heraus. Bei drohenden Winden über 6 Beaufort oder 39 Stundenkilometern gibt es auch Starkwindwarnungen, die besonders für Surfer, Segler und Piloten relevant sind. Solche Warnungen werden auch für Binnenwasserstraßen ausgegeben. In einigen Regionen wird zwischen Sturmwarnungen, bei denen in naher Zukunft stürmische Winde auftreten können, und Sturmwarnungen, bei denen stürmische Winde drohen, unterschieden.[2]

Wie entsteht ein Sturm?

Ein Sturm entsteht, wenn auf kurze Distanz sehr große Luftdruckunterschiede auftreten. Dies kann z. B. der Fall sein, wenn ein Maximum und ein Minimum relativ nahe beieinander liegen. Wind verringert die Luftdruckunterschiede. Je größer das Luftdruckgefälle, desto stärker weht der Wind. Ebenso kann der Wind Sturmstärke erreichen, wenn warme bodennahe Luft vorrückt und gleichzeitig kalte Luft in die oberen Luftschichten eindringt. Warme Luft ist leichter als kalte Luft und steigt daher auf. Kalte Luft, die dichter und schwerer ist, sinkt ab oder stürzt im schlimmsten Fall nach unten. Die Luftschichtung wird instabil, es treten starke Auf- und Abwinde auf, die Sturmstärke erreichen können. Diese gleichen die Druckunterschiede aus. Im Einflussbereich starker Tiefs sind oft stürmische Winde vorhanden. Stürme treten häufiger über dem Meer auf, wo die Bodenreibung geringer ist als über Land. Dort können sich die Winde besser entwickeln und erreichen viel häufiger Sturmstärke.[3]

Tipps, um sicher durch einen Sturm zu kommen

Wird ein Sturmtief vorausgesagt, dann sollte man sich gebührend darauf vorbereiten.  Menschen fliegen normalerweise bei einem kräftigen Sturm nicht weg. Jedoch kann es ab einer Windgeschwindigkeit von 60 km/h dazu kommen, dass man den Boden unter den Füßen verliert. Es wird also schwieriger sich aufrechtzuhalten. Bei Windgeschwindigkeiten von 150 km/ h, spricht man von Orkanböen, bei denen kein Mensch mehr sicher stehen kann.

Bei angesagten Stürmen sollte man den Aufenthalt in der Natur vermeiden.

Bei einem kräftigen Sturm können Bäume entwurzelt werden, Häuser beschädigt und auf dem Wasser schiebt der Sturm Wellen vor sich her. Wie verhält man sich bei einem Sturm?[4]

  • Bäume meiden
  • Waldspaziergänge absagen
  • Gartenmöbel sichern
  • Kinder sollten nicht draußen spielen
  • Baugerüste meiden

[1] www.boat24.com/de/service/beaufort/

[2-4] www.wetteronline.de/wetterlexikon/sturm

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