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Wie äußert sich Rassismus?

Rassismus beginnt bei dem Gedanken, dass bestimmte Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe oder Religion, etc. besser sind als andere. Dabei wird der Begriff Rassismus von dem Wort „Rasse“ abgeleitet. Man gliederte die Menschen früher in verschiedene „Rassen“. Obwohl heute klar ist, dass sich diese Ansichten nicht wissenschaftlich belegen lassen, unterscheiden viele Menschen noch immer zwischen „wir“ und „anderen“. So zeigt sich rassistisches Denken und Handeln überall. Häufig sind sich die Rassisten nicht dessen bewusst, dass sie diskriminierend und falsch handeln.[1]

Wer ist von Rassismus betroffen?

Vor allem Leute, denen man aufgrund äußerer Merkmale ihre Herkunft ansieht, werden häufig Opfer von Rassismus. So trifft es in Deutschland beispielsweise auch Personen, die in Deutschland geboren wurden, aber offensichtlich ausländische Eltern haben. Doch auch die Religion zeigt sich für viele Menschen als Grund, andere abwertend zu behandeln. Es wird beleidigt und ausgegrenzt und endet stellenweise in Gewalt. Opfer berichten darüber auch auf sozialen Netzwerken und machen so auf das Thema aufmerksam.

So zeigt sich Rassismus

Rassismus zeigt sich auf ganz unterschiedliche Weise. Menschen mit Migrationshintergrund werden beispielsweise immer wieder bei der Wohnungssuche benachteiligt. Aber auch im Job kann Diskriminierung auftreten. Sei es, weil der deutsche Mitbewerber bei gleichen oder schlechteren Qualifikationen die Stelle bekommt, oder die Kollegen den Mitarbeiter aufgrund seiner Abstammung mobben. Doch auch Kunden können sich rassistisch zeigen, wenn sie beispielsweise aufgrund eines ausländischen Taxifahrers nicht einsteigen wollen oder beleidigend werden. Selbst in der Schule zeigt sich bereits Rassismus, indem bestimmte Kinder ausgegrenzt und oder beleidigt werden. Oft ist den anderen Kindern nicht bewusst, dass ihr Verhalten rassistisch ist. Aufklärung ist hier ganz wichtig. Laut einer Umfrage hat jede dritte Person mit Migrationshintergrund kürzlich unter Diskriminierung leiden müssen.[1]

Diskriminierung gesetzlich verboten

Das deutsche Grundgesetz toleriert Diskriminierung nicht und besagt ganz deutlich im Artikel 3, Absatz 3: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“[2] 2021 wurde noch gefordert, dass der Begriff „Rasse“ aus dem Grundgesetz gestrichen wird, aber das wurde bisher nicht umgesetzt.[3]

Was kann man gegen Rassismus machen?

Gemeinsam sind wir stark und niemand sollte die Augen verschließen.

  1. In entsprechenden Situationen sollte man sich fragen, ob es jetzt klug ist, sich auf eine Diskussion einzulassen. Manchmal ist es besser, die Situation zu verlassen und zu gehen.
  2. Außerdem sollte deutlich gemacht werden, dass man selbst eine andere Meinung hat und nicht hören möchte, was der Gegenüber denkt. Eine Rechtfertigung ist nicht nötig.
  3. Wird Rassismus selbst erlebt oder hat man die Situation „nur“ miterlebt, sollte man darüber sprechen und sich Hilfe holen. Es gibt Beratungsstellen für Opfer und es hilft nicht, alles hinunterzuschlucken und totzuschweigen.
  4. Wenn das Gefühl aufkommt, dass der oder dem anderen nicht klar ist, dass seine Aussagen und Taten rassistisch sind, kann es helfen, die- oder denjenigen darüber aufzuklären. Möglicherweise findet anschließend ein Umdenken statt und Einsicht erfolgt.[1]

[1] www.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/wissen-zum-thema-rassismus-167414.html

[2] www.bundestag.de/parlament/aufgaben/rechtsgrundlagen/grundgesetz/gg_01-245122

[3] www.tagesspiegel.de/politik/doch-keine-verfassungsaenderung-warum-es-vorerst-bei-rasse-im-grundgesetz-bleibt/27269802.html

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