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Was ist das Cradle-to-Cradle-Konzept?

Das Cradle-to-Cradle-Konzept kommt im Zusammenhang mit dem Downcycling vor. Produkte lassen sich nur bis zu einer begrenzten Menge wiederverwerten. Irgendwann wird die Qualität eines Produktes zu schlecht, um es erneut zu verwenden. Um genau diesen Prozess zu vermeiden, versucht man in der Abfallwirtschaft nach dem Cradle-to-Cradle-Konzept vorzugehen.

Was beschreibt das Cradle-to-Cradle-Konzept?

Die Grundidee dahinter ist, einen geschlossenen Kreislauf stattfinden zu lassen, bei dem ein Produkt immer wieder verwertet werden kann. Sollte das nicht möglich sein, dann sollen diese Materialien kompostierbar werden. Ein solcher geschlossener Kreislauf würde eine abfallfreie Wirtschaft bedeuten.

Entwickelt wurde das Cradle-to-Cradle-Konzept von dem deutschen Verfahrenstechniker Michael Braungart und dem US Architekt William McDonough. Von dieser revolutionären Idee ist man aktuell aber in der Umsetzung noch weit entfernt.[1]

Was umfasst das Cradle-to-Cradle-Konzept?

Kostbare Ressourcen werden durch den Ansatz des Cradle-to-Cradle-Konzeptes eingespart. Zeitgleich kann man die Umwelt vor weiteren Müllbergen schützen. Das Cradle-to-Cradle-Konzept bezieht allerdings nicht nur einen vollständigen Wiederverwertungskreislauf ein, sondern eben auch die Nutzung von biologisch abbaubaren Stoffen. Der Grundgedanke ist, dass organische Bestandteile eines Produktes auf dem Kompost landen. Andere wiederum werden wiederverwertet.

Wie soll das umsetzbar sein? Dafür haben sich die Entwickler des Prozesses bereits einige Gedanken gemacht. Die Gebrauchsgüter müssen so gestaltet werden, dass sie durch mechanische oder chemische Prozesse sinnvoll wiederverwertet werden können.

Gibt es bereits Umsetzungen zu diesem Konzept?

Die gibt es durchaus, auch wenn zahlreiche Kritiker vorhanden sind. In Deutschland werden durch Hersteller in der Textilindustrie bereits kompostierbare Bekleidungen hergestellt. Und auch der Hersteller Frosch, der für seine Reinigungsmittel bekannt ist, kann mit einem Cradle-to-Cradle-Konzept überzeugen. Es lassen sich noch weitere Cradle-to-Cradle-Produkte finden. Bürostühle, Fliesen, Teppiche oder Bezugsstoffe sind bereits nach diesem Konzept entwickelt worden.[2]

Eine Übersicht über die Produkte, die es nach diesem Konzept bereits gibt, lässt sich hier finden.


[1] www.kaufland.de/nachhaltig-leben/downcycling/

[2] enorm-magazin.de/wirtschaft/kreislaufwirtschaft/cradle-to-cradle/was-ist-eigentlich-cradle-cradle

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