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Welche Bäume filtern das meiste CO2?

Bäume gelten als CO2-Filter und zeitgleich als Schattenspender und Klimaanlage. Sie sind also wahre Alleskönner, wenn es um den Schutz des Klimas und unserer Umgebung geht. Die Frage, welche sich dabei stellt: Wie viel CO2 nimmt ein Baum auf? Und welche Baumarten sollten verstärkt gepflanzt werden?

Wie nehmen Bäume CO2 auf?

Es wird oftmals davon gesprochen, dass Bäume die CO2-Filter der Natur sind. Je mehr Bäume wir abholzen, desto umfassender nimmt sich der Mensch genau diesen Filter. Genaugenommen filtern die Bäume das CO2 nicht, sondern den Kohlenstoff. Wie genau geht das? Bei der Photosynthese entnehmen die Bäume der Atmosphäre Kohlendioxid (CO2) und wandeln dieses in Kohlenstoff (C) und Sauerstoff (O2) um.

Den entzogenen Kohlenstoff nutzen die Pflanzen zum Wachstum und speichern ihn in der Holzmasse. Den Sauerstoff geben die Bäume wieder an die Natur ab und produzieren dadurch die Atemluft für den Menschen oder die Tiere.

Als Faustregel gilt: Ein gesunder und großer Baum kann am Tag Sauerstoff für bis zu 10 Menschen produzieren.

Welche Faktoren beeinflussen, wie viel CO2 ein Baum aufnimmt?

Darüber lässt sich keine allgemeingültige Aussage treffen, denn die Absorptionsrate eines Baumes hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Standort
  • Bodenqualität
  • Wasserversorgung
  • Art des Baumes
  • Alter, Durchmesser und Höhe
  • Holzdichte

Nadelbäume beispielsweise sind zwar das ganze Jahr grün und absorbieren auch das ganze Jahr über CO2, jedoch eher auf einem niedrigen Niveau. Laubbäume hingegen sind wesentlich beständiger und besser darin, das CO2 aus der Luft aufzunehmen. Solitärbäume sind hingegen die besten CO2-Filter, da sie viel mehr Platz besitzen als ein Waldbaum.[1]

Was sind Solitärbäume? Hierbei handelt es sich um Baumarten, die sich sehr gut für den Einzelstand eignen. Der Buchsbaum ist z.B. ein Solitärbaum.

Welche Baumarten filtern das meiste CO2?

Möchte man selber einen Baum pflanzen, dann sollte man auf Buche, Fichte, Kiefer und Eiche setzen. Diese Baumarten haben laut der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft die besten Chancen, CO2 zu filtern. Bei der Bewertung der Baumarten wurde eine Höhe von 25 Metern und ein Durchmesser von 45 Zentimetern als Maßstab genommen.

Grundlegend sollte man jedoch bedenken, dass jeder Baum zählt. Jeder Baum, der gepflanzt wird, kann CO2 filtern und trägt damit dazu bei, die Luft zu säubern. Zeitgleich sollte die Gesellschaft beginnen, die alten Bäume zu schätzen, denn sie sind es, die eine große Masse an CO2 filtern. Gleichzeitig dürfen Wälder wieder mehr der Mischkultur angehören und nicht als Monokultur gehalten werden.[2]


[1] www.lwf.bayern.de/mam/cms04/service/dateien/mb-27-kohlenstoffspeicherung-2.pdf

[2] treeplantingprojects.com/welcher-baum-nimmt-am-meisten-co2-auf/

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