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Welche erneuerbaren Energiequellen gibt es?

Im Bereich der erneuerbaren Energiequellen werden oftmals Windkraft und Solarenergie angeführt. Es gibt jedoch weitere Quellen, die wir Menschen zur Stromerzeugung nutzen können.

Solar- und Photovoltaikenergie

Die Sonne ist einer der größten Energielieferanten der Erde. Sie schickt ausreichend Energie innerhalb einer Stunde, um theoretisch die ganze Welt mit Energie zu versorgen. Kein Wunder also, dass Solarmodule auf Dächern und Feldern immer umfangreicher zu sehen sind. Sie arbeiten mit Silizium-Halbleitern, die Sonnenstrahlung in Strom umwandeln. Alternativ kann die Wärme aus Sonnenlicht erzeugt werden. In diesem Fall nutzen thermische Solarkollektoren das Sonnenlicht, um Öl oder Wasser zu erhitzen. Heißes Wasser wird dann zum Heizen verwendet. Der größte Solarpark der Welt steht in China- der Solarpark Longyangxia Dam. Dort befinden sich bis zu 1 Million Module.

Strom aus Windkraft

Windkraftanlagen gibt es fast überall in Deutschland. Der Wind dreht den Rotor. Ein Generator die entstandene Bewegungsenergie in Strom um. Windenergieanlagen erzeugten im Jahr 2020 in Deutschland insgesamt 131 TWh Strom; Dadurch deckten die Geräte 23,7 % des gesamten Strombedarfs. Die größte Windkraftanlage der Welt steht in Deutschland, in Gaildorf in der Region Stuttgart. Dieses Windrad ist 246,5 Meter hoch ermöglicht eine Leistung von 3,4 Megawatt (MW).

Wasserkraft

Wasser erzeugt ebenfalls Energie, wozu wir Wasserkraftwerke benötigen. Wasserkraftwerke arbeiten mit Turbinen, die sich an einem Fluss oder in einem Damm befinden. Die Strömung des Flusses treibt die Turbinenräder an. Die Räder wiederum treiben die Stromgeneratoren an. Das größte Wasserkraftwerk der Welt ist der Drei-Schluchten-Staudamm in China. Die Staumauer ist 185 Meter hoch und 2.309 Meter lang. Es hat einen Rauminhalt von 22,5 Gigawatt (GW). Die Wasserkraft spielt im deutschen Energiemix eine recht geringe Rolle.

Biomasse

Andere Quellen für die Stromerzeugung sind pflanzliche und tierische Abfälle. Wenn jene Biomasse in einem Kessel verbrennt, wird bei diesem Prozess Wärme freigesetzt, die als nächstes Wasser zum Kochen bringt. Der entstehende Dampf sorgt dafür das die Turbinen angetrieben werden. Diese erzeugen über Generatoren Energie. Vergleichbar mit einem klassischen Kohlekraftwerk.

Biomassekraftwerke erreichen einen optimalen Wirkungsgrad, wenn sie gleichzeitig die Abwärme zum Heizen nutzen. Das größte Biomassekraftwerk der Welt steht im südpolnischen Polaniece. Es erreicht eine elektronische Leistung von 200 MW.

Erdwärme

Es brodelt unter unseren Füßen. Ungefähr aller 100 Meter steigt die Erwärme um drei Grad an. Diese Wärme kann zur Stromerzeugung genutzt werden. Die riesigen Schächte der geothermischen Kraftwerke reichen Hunderte von Metern tief in den Boden. Pumpen befördern das Wasser in das warme Erdinnere. In dieser Erdtiefe wird das Wasser zu Dampf, welcher die Turbinen und damit Stromgeneratoren betriebt. Im Vergleich zu Biomassekraftwerken spielen Geothermiekraftwerke in Deutschland eine untergeordnete Rolle.[1]


[1] www.infineon.com/cms/de/discoveries/erneuerbare-energien/

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